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Gütezeichen-Guide

Die Bewertungen im Detail

Die folgenden 26 Gütesiegel bzw. -zeichen im Lebensmittelbereich wurden hinsichtlich der Vertrauenswürdigkeit für KonsumentInnen und ihres Beitrags zur Nachhaltigkeit qualitativ bewertet. Bei der inhaltlichen Analyse lag der Schwerpunkt bei den Umweltauswirkungen, wir haben jedoch auch Tierschutz und Sozialkriterien (bei Produkten aus Entwicklungsländern) berücksichtigt.

Bei der Analyse wurde unterschieden, ob das Gütezeichen einen umfassenden Nachhaltigkeitsanspruch stellt oder ob es sich um ein Zusatzzeichen handelt (das sich meistens nur auf eine Eigenschaft bezieht). Das erste ist grundlegend alleine ausreichend, um ein Produkt ökologisch bewerten zu können, das zweite bietet eine Zusatzinformation und bedarf zumindest eines weiteren Gütezeichens für eine Produktbewertung.

Den vollständigen Report können Sie hier downloaden.

  • agroVet Ei (HG)

    VERTRAUENSWÜRDIG

    KonsumentInnen können der agro-Vet-HG-Zertifizierung für Eier vertrauen und sie ist ein wichtiger Schritt zu mehr Produkttransparenz. Aus Tierschutzsicht sollte Produkten mit Freilandeiern der Vorzug gegeben werden.

    Der agroVet HG-Standard für Eier garantiert die Haltungsform (Boden- oder Freilandhaltung) sowie die Herkunft der Eier. Das Zeichen wird für Eier in verarbeiteten Produkten verwendet und zwar ausschließlich für konventionelle Produkte, da Bio-Produkte ohnehin immer Bio-Eier aus Freilandhaltung enthalten.

    POSITIV

    • Schließt eine Kennzeichnungslücke, da die Haltungsform von Legehennen sowie das Herkunftsland der Eier in verarbeiteten Produkten gesetzlich nicht angegeben werden müssen.
    • Die Kontrolle erfolgt in Analogie zur Bio-Kontrolle.

    NEGATIV

    • Die beiden Zeichen für Boden- bzw. Freilandhaltung sind nicht gut unterscheidbar.
    • Haltungsform und Herkunftsland sind die einzigen Kriterien. Gentechnikfreie Futtermittel sind z. B. nicht Vorschrift (alle österreichischen Legehennen werden jedoch gentechnikfrei gefüttert).
  • AMA

    BEDINGT VERTRAUENSWÜRDIG

    Das rot-weiß-rote AMA-Gütesiegel steht für Produkte aus Österreich mit höherer Qualität als gesetzlich vorgegeben. Aufgrund massiver Schwachpunkte in den Bereichen gentechnisch veränderter Futtermittel, Antibiotika und Tierschutz kann Greenpeace es nur als bedingt vertrauenswürdig bewerten. Besonders kritisch ist AMA-zertifiziertes Schweinefleisch.

    Das AMA-Zeichen ist das bekannteste österreichische Gütesiegel. Die rot-weiß-rote Version garantiert die Herkunft der landwirtschaftlichen Rohstoffe aus Österreich.

    POSITIV

    • Beim rot-weiß-roten AMA-Gütesiegel
      • müssen alle Rohstoffe, die in Österreich verfügbar sind, aus Österreich stammen.
      • müssen alle Produkte in Österreich verarbeitet und verpackt werden.
      • gilt für Fleisch „geboren – gemästet – geschlachtet“ in Österreich.
    • Milch, Eier und Geflügelfleisch werden ohne gentechnisch veränderte Futtermittel produziert.
    • Rohstoffe für Lebensmittel dürfen nicht von gentechnisch veränderten Pflanzen stammen (Problem: Futtermittel, siehe unten).
    • Käfighaltung bei Eiern ist ausgeschlossen.

    NEGATIV

    • Gentechnisch verändertes Futtermittel ist in der Schweine- und Rindermast zulässig und wird auch häufig verwendet.
    • Für den Einsatz von Antibiotika gibt es keine über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehenden Bestimmungen.
    • Tierschutzstandards gehen bei den Basisanforderungen nur selten wesentlich über die gesetzlichen Anforderungen hinaus (es gibt allerdings gekennzeichnete freiwillige Zusatzmodule).
  • AMA Bio

    SEHR VERTRAUENSWÜRDIG

    Das AMA-Bio-Siegel garantiert Produkte in Bio-Qualität, geht in einigen Punkten über die Mindestanforderungen des EU-Bio-Siegels hinaus und ist daher sehr vertrauenswürdig.

    Produkte mit dem AMA-Bio-Gütesiegel werden in einem dreistufigen Kontrollprozess aus Eigenkontrolle, externer Kontrolle und Überkontrolle geprüft.

    POSITIV

    • Garantiert 100 % biologische Zutaten, wenn sie landwirtschaftlichen Ursprungs sind, und geht etwas über die EU-Bio-Verordnung hinaus.
    • Es findet sich auf allen Produkten für alle enthaltenen Zutaten eine Herkunftsangabe.
    • Beim rot-weißen AMA-Biosiegel müssen alle landwirtschaftlichen Rohstoffe, die es in Österreich gibt, auch aus Österreich stammen. Zutaten aus anderen Ländern dürfen max. ein Drittel des Produktes ausmachen.

    NEGATIV

    • Die Transparenz in Sachen Rohstoffe beschränkt sich auf Österreich als allgemeine Angabe, man kann jedoch nicht eruieren, aus welchem Bundesland oder gar von welchem Hof die Produkte stammen.
  • ASC

    ABSOLUT NICHT VERTRAUENSWÜRDIG

    Es gibt kein glaubwürdiges Gütezeichen im Wildfisch- oder Aquakulturbereich, weder ASC noch andere berücksichtigen das für die Meeresfauna unabdingbare Vorsorgeprinzip. Der ASC verleiht dieser ganz allgemein nicht nachhaltigen Industriesparte einen ökologischen Mantel. Greenpeace bewertet dieses Gütezeichen daher als nicht vertrauenswürdig.

    Zwischen 2004 und 2013 wurde vom WWF eine Reihe von acht artspezifischen Aquakultur-Dialogen abgehalten. Ziel dabei war die weltweite Verringerung der Auswirkungen von Aquakultur auf Mensch und Umwelt. Unter Mitwirkung von über 2.000 VertreterInnen aus dem internationalen Aquakultursektor, aus dem Einzelhandel und der Lebensmittelbranche, von Nichtregierungsorganisationen (NGOs), von Regierungen und aus der Wissenschaft wurden acht Standards für verantwortungsvolle Fischzucht entwickelt und dann zur Umsetzung an den Aquaculture Stewardship Council (ASC) weitergegeben. Die Standards decken zwölf Artengruppen ab: Lachs, Garnelen, Tilapia, Pangasius, Forelle, Abalone, Weichtiere (Austern, Miesmuscheln, Sandmuscheln und Jakobsmuscheln) und Seriola/Cobia.

    NEGATIV

    • Futtermittel für Aquakulturen bestehen in der Regel aus wild gefangenem Fisch. Für ein Kilogramm Zuchtlachs werden etwa fünf Kilogramm Wildfisch gebraucht – Aquakulturen tragen daher nicht zur Entlastung der Meere bei.
    • In Chile und Norwegen geht die Gabe von Chemikalien und Antibiotika weit über die vorgeschriebenen Limits hinaus.
    • Für Fischmehl und -öl zur Fütterung gilt der ineffiziente MSC-Standard.
    • Der Standard erlaubt die Nutzung von gentechnisch veränderten Zutaten im Fischfutter.

    ACHTUNG: Unsere Meere sind überfischt. Die einzige wirklich nachhaltige Konsumentscheidung ist der Verzicht auf den Kauf von Meeresfisch. Wer auf Fisch im Allgemeinen nicht verzichten will, dem empfiehlt Greenpeace Biofisch aus österreichischen Teichen.

  • Bio Austria

    SEHR VERTRAUENSWÜRDIG

    Das Bio Austria-Siegel garantiert Produkte in Bio-Qualität, geht deutlich über die Mindestanforderungen des EU-Biosiegels hinaus und ist daher sehr vertrauenswürdig.

    Das Bio Austria-Gütesiegel wird von der Organisation Bio Austria, einem Zusammenschluss von österreichischen BiobäuerInnen, verliehen.

    POSITIV

    • Baut auf der EU-Bio-Richtlinie auf, geht aber noch weiter.
    • Beispiel Tierhaltung: hier sind die Vorschriften strenger als von Tierschutzgesetz oder der EU-Bio-Verordnung verlangt – z. B. werden männliche Küken von Legehennen nicht getötet, sondern aufgezogen.
    • Es gelten extrem strenge Regeln für Futtermittelimporte.
    • Der gesamte Betrieb muss biologisch bewirtschaftet werden.

    NEGATIV

    • Die Transparenz in Sachen Rohstoffe beschränkt sich bei Produkten, die nicht ab Hof verkauft werden, auf Österreich als allgemeine Angabe, man kann jedoch nicht eruieren, aus welchem Bundesland oder gar von welchem Hof die Produkte stammen.
  • Demeter

    SEHR VERTRAUENSWÜRDIG

    Demeter geht weit über die Mindestanforderungen der EU-Biorichtlinie hinaus und wird daher von Greenpeace als sehr vertrauenswürdig eingestuft.

    Demeter ist ein in Deutschland gegründeter, internationaler Bio-Anbauverband. In Österreich gibt es mehr als 100 Mitgliedsbetriebe.

    POSITIV

    • Der gesamte Betrieb muss auf Demeter-Biolandwirtschaft umgestellt werden.
    • 100 % des Tierfutters müssen Biofutter sein, zwei Drittel davon sogar den strengeren Demeter-Standards genügen.
    • Verzicht auf schmerzhaftes Enthornen von Kühen

    NEGATIV

    • Viele nicht verpflichtende Vorschriften, von denen Abweichungen erlaubt sind. Es ist allerdings davon auszugehen, dass viele dieser weichen Vorschriften tatsächlich eingehalten werden.
  • Donau Soja

    VERTRAUENSWÜRDIG

    Donau Soja steht für streng kontrolliertes regionales und gentechnikfreies Soja, mit einzelnen darüber hinausgehenden Kriterien. Bei Pestizideinsatz und Fruchtfolge gibt es noch Verbesserungsmöglichkeiten. Greenpeace bewertet Donau Soja als vertrauenswürdig.

    Donau Soja ist ein Gütezeichen für Soja aus dem Donauraum und z. B. auf allen hierzulande produzierten Frischeiern zu finden.

    POSITIV

    • Steht für regionales, gentechnikfreies Soja für Lebens- und Futtermittel.
    • Regionale Alternative zu Soja-Importen aus Südamerika, die überwiegend auch gentechnisch verändert sind.
    • Es gelten die EU-Standards des Pestizid- und Arbeitsrechts.
    • Verbot des Einsatzes von Glyphosat direkt vor der Ernte.

    NEGATIV

    • Es gibt keine Verpflichtung, eine ökologische Fruchtfolge einzuhalten.
  • EU-Bio

    VERTRAUENSWÜRDIG

    Das EU-Bio-Siegel garantiert Produkte in Bio-Qualität und ist daher vertrauenswürdig. „Besseres Bio“ liefern Gütesiegel und Gütezeichen wie etwa Bio Austria oder Prüf Nach!.

    Das weit verbreitete EU-Bio-Siegel ist ein EU-Zertifikat, das durch eine staatlich akkreditierte Zertifizierungsstelle vergeben wird.

    POSITIV

    Das Siegel steht für biologisch hergestellte Produkte gemäß EU-Bio-Verordnung. Diese regelt Mindestanforderungen an alle Bioprodukte, z. B.:

    • Nutztiere haben freien Auslauf.
    • Der Antibiotikaeinsatz ist streng reglementiert.
    • Die Verwendung von chemisch-synthetischen Pestiziden und Düngemitteln ist verboten.
    • Die Zugabe von Lebensmittelzusatzstoffen o.ä. ist verboten.
    • Genmanipulierte Inhaltsstoffe und Futtermittel sind verboten.

    NEGATIV

    • Das EU-Bio-Gütesiegel ist die Mindestanforderung an Bioprodukte. Viele andere Biozeichen gehen streckenweise sogar weit darüber hinaus, z. B. AMA Bio, Bio Austria oder Prüf Nach!.
  • Fairtrade

    VERTRAUENSWÜRDIG

    Fairtrade ist ein Sozialzeichen mit einigen ökologischen Kriterien. Der Mengenausgleich ist aus ökologischer, aber auch aus VerbraucherInnensicht kritisch zu betrachten. Dennoch ist das Fairtrade-Zeichen aufgrund der effektiven Verbesserungen an den Produktionsorten aus Sicht von Greenpeace empfehlenswert.

    Fairtrade Österreich ist ein gemeinnütziger Verein, der 1993 von Organisationen aus den Bereichen fairer Handel, Entwicklungspolitik, Bildung, Ökologie und Religion gegründet wurde. Das Fairtrade-Zeichen ist vorrangig ein Sozialzeichen.

    POSITIV

    • Mindestpreisgarantie für LandwirtInnen sowie darüber hinausgehende Prämien.
    • Verbot des Einsatzes von gentechnisch modifiziertem Saatgut.
    • Es gibt eine rote Liste gefährlicher Substanzen, deren Einsatz verboten ist.
    • Es gibt einen hohen Anteil an Bio-Produkten: zwischen 60 % und 90 % (ca. 70 % bei Kaffee und bis zu 90 % bei Schokolade/Süßwaren).
    • Kleinbäuerliche Strukturen werden gefördert.

    NEGATIV

    • Viele gefährliche Pestizide wie etwa Fipronil oder Glyphosat sind nicht per se verboten, ihr Einsatz ist lediglich restriktiv geregelt.
    • Aus ökologischer Sicht ist der sogenannte Mengenausgleich bei Fairtrade problematisch. Dabei wird in der Produktion zertifizierte mit konventioneller Ware vermischt. Wenn die zertifizierte Ware z. B. 10 % der Gesamtmenge ausmacht, dürfen 10 % der Produkte dieser Charge das Fairtrade-Zeichen tragen. Mengenausgleich wird bei Fairtrade bei Fruchtsäften, Zucker, Kakao und Tee angewendet.
  • Garantiert traditionelle Spezialität

    ABSOLUT NICHT VERTRAUENSWÜRDIG

    Es handelt sich um ein Zeichen, das leicht mit einem regionalen Produkt verwechselt werden kann und daher einen nicht vorhandenen ökologischen Mehrwert suggeriert. Es bietet grundsätzlich keinen ökologischen Vorteil gegenüber Standardprodukten. Greenpeace kann dieses Zeichen aus ökologischer Sicht nicht empfehlen.

    Die garantiert traditionelle Spezialität (g.t.S.) wird für Produkte vergeben, die auf „traditionelle Weise“ hergestellt werden. Es ist jedoch kein Produktionsschritt in einer bestimmten Region vorgeschrieben. Das Zeichen wird von der EU-Kommission auf Basis einer EU-Verordnung vergeben.

    NEGATIV

    • Das Zeichen hat nichts mit Regionalität zu tun, da lediglich die Herstellungsart traditionell sein muss; sowohl die Herkunft der Rohstoffe als auch der Produktionsort sind beliebig.
    • Es sind keinerlei Umwelt-, Gesundheits- und Tierschutzstandards vorgesehen, die über das Gesetz hinausgehen. Das Zeichen täuscht eine Regionalität vor, die in keiner Weise vorgegeben wird.
    • Das Zeichen dient lediglich der Vermarktung bestimmter Produkte.
  • GenussRegion Österreich

    VERTRAUENSWÜRDIG

    GenussRegion Österreich zählt zu den strengen, echten Herkunftszeichen, da es sowohl auf regionaler Produktion als auch auf regionaler Vermarktung beruht. Die Produkte werden ohne Gentechnik hergestellt. Greenpeace bewertet es als vertrauenswürdig.

    Das Gütezeichen ist 2005 auf Initiative des damaligen Landwirtschafts- und Umweltministers entstanden. Derzeit gibt es rund 100 GenussRegionen, die sich in allen Bundesländern befinden.

    POSITIV

    • Steht für regionale Produkte, die oft nur in den jeweiligen Regionen vermarktet werden. Die Hauptrohstoffe müssen aus der Region stammen und dort auch verarbeitet werden.
    • Unterstützt die kleinbäuerliche Landwirtschaft sowie regionale gewerbliche ProduzentInnen.
    • NEU: Im September 2018 wurde beschlossen, auf gentechnisch veränderte Futtermittel zu verzichten sowie nur mehr regionale Futtermittel einzusetzen.
    • Es werden alte Sorten und Rassen unterstützt.
    • Es sind kontinuierliche Verbesserungen der jeweiligen Standards vorgesehen.

    NEGATIV

    • Die einzelnen GenussRegionen haben viele unterschiedliche Umwelt- und Tierschutz-Standards.

  • Geschützte Geographische Angabe

    WENIG VERTRAUENSWÜRDIG

    Es handelt sich um ein reines Herkunftszeichen, das leicht mit einem regionalen Produkt verwechselt werden kann. Es bietet grundsätzlich keinen ökologischen Vorteil gegenüber Standardprodukten. Greenpeace kann dieses Zeichen aus ökologischer Sicht nicht empfehlen.

    Die geschützte geographische Angabe (g.g.A.) wird für Produkte vergeben, die typisch für ein geographisches Gebiet sind. Das Zeichen wird von der EU-Kommission auf Basis von EU-Verordnungen vergeben.

    POSITIV

    • In Einzelfällen kann damit die kleinstrukturierte Landwirtschaft unterstützt werden, wenn die Rohstoffe aus der Region stammen.

    NEGATIV

    • Es muss lediglich ein Produktionsschritt in der jeweiligen Region durchgeführt werden. Die Herkunft der Rohstoffe ist somit nicht auf die Region beschränkt, wenngleich für einige Produkte freiwillig eine Verpflichtung zu regionalen Rohstoffen besteht, z. B. beim „Steirischen Kürbiskernöl“.
    • Es sind keinerlei Umwelt-, Gesundheits- und Tierschutzstandards vorgesehen, die über das Gesetz hinausgehen.
    • Es ist kein Zeichen für regionale Produkte, da das Label gerade für eine EU-weite Vermarktung vorgesehen ist (es wäre nur dann ein regionales Produkt, wenn es in der betroffenen Region konsumiert wird).
  • Geschützte Ursprungsbezeichnung

    WENIG VERTRAUENSWÜRDIG

    Es handelt sich um ein reines Herkunftszeichen, das leicht mit einem regionalen Produkt verwechselt werden kann. Greenpeace kann dieses Zeichen aus ökologischer Sicht nicht empfehlen.

    Die geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.) ist ein Herkunftszeichen und wird für Produkte vergeben, die praktisch zur Gänze in einem bestimmten Gebiet hergestellt worden sind. Es wird von der EU-Kommission auf Basis einer EU-Verordnung vergeben.

    POSITIV

    • Da die Verwendung von regionalen Rohstoffen vorgeschrieben ist, ist das Zeichen bedingt dazu geeignet, dezentrale Produktionssysteme und kleinbäuerliche Produktionen zu fördern und zu erhalten. Es steht jedoch auch Großkonzernen offen.

    NEGATIV

    • Es sind keinerlei Umwelt-, Gesundheits- und Tierschutzstandards vorgesehen, die über das Gesetz hinausgehen.
    • Es ist kein Zeichen für regionale Produkte, da das Label gerade für eine EU-weite Vermarktung vorgesehen ist (es wäre nur dann ein regionales Produkt, wenn es in der betroffenen Region konsumiert wird).
  • GLOBAL G.A.P.

    BEDINGT VERTRAUENSWÜRDIG

    Das Zeichen ist sinnvoll, um die Rückverfolgbarkeit von Produkten zu garantieren, erfüllt jedoch keinerlei Anforderungen an ein Nachhaltigkeitszeichen. Aufgrund der hohen Relevanz von Rückverfolgbarkeit für darauf folgende Verbesserungen in den jeweiligen Produktionsketten vergibt Greenpeace dafür die Note „bedingt vertrauenswürdig.“

    Die Global G.A.P.-Zertifizierung ist eine Initiative zur Angleichung von Standards für die „Good Agricultural Practise“ (GAP). Global G.A.P wird von einem Gremium aus gewählten VertreterInnen der Hersteller und des Lebensmittelhandels mit unabhängigem Vorsitz angeleitet.

    POSITIV

    • Das Hauptaugenmerk liegt auf der Rückverfolgbarkeit und Dokumentation von Prozessen durch das Installieren von Kontrollpunkten. Damit wurde eine zuvor nicht gegebene Rückverfolgbarkeit von Produkten geschaffen.

    NEGATIV

    • Es handelt sich nicht um einen allgemeinen Standard, sondern viele unterschiedliche Zertifizierungen, die einzeln erworben werden können. Dabei ist die einzige Annäherung an ökologische Themen der Integrated Farm Assurance Standard (IFA).
  • Heumilch mit AMA-Gütesiegel

    VERTRAUENSWÜRDIG

    Heumilch ist aufgrund der Fütterung besser als „normale“ Milch; wirklich zu empfehlen ist Heumilch aber nur, wenn sie in Bio-Qualität gekauft wird.

    Das Heumilch-Logo wird als Zusatz zum AMA-Gütesiegel vergeben.

    POSITIV

    • Heumilch mit dem AMA-Gütesiegel garantiert den Kühen im Sommer Grünfutter auf Wiesen, Weiden und Almen und im Winter Heu und Getreideschrot.
    • Die Verfütterung von Silofutter, Feucht- oder Gärheu sowie Nebenprodukten und Rückständen aus der Lebensmittelindustrie, Harnstoff und Futtermitteln, denen Antibiotika oder Hormone zugesetzt wurden, ist verboten.
    • Insgesamt muss der Raufutteranteil in der Jahresration 75 % betragen. Raufutter ist z. B. Grün- und Saftfutter wie Rüben bzw. Heu oder Stroh.
    • Für Heumilch ist eine gentechnikfreie Erzeugung gewährleistet.

    NEGATIV

    • Es gibt keine signifikant über das Gesetz hinausgehenden verpflichtenden Vorgaben zur Haltung der Tiere.
  • MSC

    ABSOLUT NICHT VERTRAUENSWÜRDIG

    Es gibt kein glaubwürdiges Gütezeichen im Wildfischbereich, weder MSC noch andere berücksichtigen das für die Meeresfauna unabdingbare Vorsorgeprinzip. Der MSC stellt, sich den wirklichen Problemen im Bereich der Meeresfischerei nicht, sondern verleiht dieser ganz allgemein nicht nachhaltigen Industriesparte einen ökologischen Mantel. Greenpeace bewertet dieses Gütezeichen daher als nicht vertrauenswürdig.

    Der Marine Stewardship Council (MSC) wurde 1997 von Unilever und WWF als Initiative für verantwortungsbewusste Fischerei gegründet.

    NEGATIV

    • Die Zertifizierung wird zu früh im Prozess vergeben: teilweise an Fischereien, die zwar ein erstes Set an Standards erfüllen, aber darüber hinaus nur einen Aktionsplan für Verbesserungen in der Zukunft vorlegen.
    • Auch Fischereien, die z. B. Grundschleppnetze einsetzen, können MSC-zertifiziert werden. Diese richten am Meeresboden jedoch großen und langanhaltenden Schaden an.
    • Eine hohe Beifangrate ist kein Ausschlussgrund für MSC.
    • Es wird – entgegen der MSC-eigenen Prinzipien – auch Fisch aus überfischten Beständen zertifiziert. (Im Jahr 2015 waren mindestens fünf Fischbestände mit MSC-zertifizierten Fischereien im Nordostatlantik außerhalb sicherer biologischer Bestandsgrenzen.) Das Zeichen kann dann trotzdem vergeben werden, wenn ein Erholungsprogramm für den betreffenden Fischbestand existiert.
    • Zu der Kritik an ökologischen Auswirkungen kommen Bedenken hinsichtlich des Fehlens von sozialen Faktoren innerhalb der MSC-Zertifizierung.

    ACHTUNG: Das MSC-Zeichen ist sehr weit verbreitet und gilt als Verkaufsförderer von Fischprodukten. Das generelle Ziel, den Meeresfischverbrauch zu senken, kann und wird durch das MSC-Zeichen nicht erreicht werden.

  • Ohne Gentechnik hergestellt

    VERTRAUENSWÜRDIG

    Ohne Gentechnik herstellt ist eine klare, gut kontrollierte Kennzeichnung und leistet einen wichtigen ökologischen Beitrag. Greenpeace bewertet das Gütezeichen als vertrauenswürdig.

    Der Verein Arbeitsgemeinschaft für gentechnikfrei erzeugte Lebensmittel – kurz ARGE Gentechnik-frei – vergibt das Zeichen.

    POSITIV

    • Steht für Produkte, die gemäß der Lebensmittelcodex-Definition garantiert ohne Gentechnik hergestellt wurden. Das gilt nicht nur für die Rohstoffe, sondern auch für alle Futtermittel sowie Lebensmittelzusatz- und -hilfsstoffe.
    • Unabhängige, akkreditierte Kontrollstellen überprüfen die Gentechnikfreiheit.

    NEGATIV

    • Das Gütezeichen garantiert nur Gentechnikfreiheit, keine anderen Nachhaltigkeitskriterien.
  • Pro Planet

    ABSOLUT NICHT VERTRAUENSWÜRDIG

    Pro Planet ist ein von Rewe geschaffenes Gütezeichen, das Nachhaltigkeit vermittelt, aber in vielen Bereichen aufs falsche Pferd setzt. Es ist daher für KonsumentInnen nicht vertrauenswürdig.

    Pro Planet wurde 2011 von Rewe Deutschland als Gütezeichen für Produkte im konventionellen Bereich entwickelt.

    POSITIV

    • Bei Fisch nimmt Pro Planet unter anderem Rücksicht auf den Fischratgeber von Greenpeace.

    NEGATIV

    • Einige der Gütezeichen, die Pro Planet von den Produzenten als Bedingung für die Zertifizierung verlangt, sind bedenklich und aus KonsumentInnensicht nicht vertrauenswürdig (z. B. MSC, RSPO, UTZ).
    • Pro Planet nimmt teilweise eine Auslobung von Produkten noch vor Erreichung der Nachhaltigkeitsziele vor.
  • Prüf nach!

    SEHR VERTRAUENSWÜRDIG

    Das Zeichen gehört zu den derzeit besten Bio-Zeichen, vor allem hinsichtlich seiner Vorgaben an Transparenz, österreichische Rohstoffe und Tierschutz.

    Das Bio-Zeichen Prüf Nach! wird seit 2006 von der Werner Lampert Beratungs-GmbH vergeben und ist auf allen „Zurück zum Ursprung“-Produkten bei Hofer zu finden.

    POSITIV

    • Das Zeichen geht in vielen Punkten erheblich über die gesetzlichen Standards für Bioprodukte hinaus.
    • Die Rohstoffe stammen ausschließlich aus Österreich (ausgenommen jene, die in Österreich nicht wachsen).
    • Die ganze Produktionskette ist transparent: Man kann online überprüfen, von welchen Höfen die jeweiligen Produkte stammen.
    • In Zusammenarbeit mit Tierschutzorganisationen wurden strenge, über die EU-Vorgaben hinausgehende Richtlinien erarbeitet.

    NEGATIV

    • Obwohl alle Produkte in definierten Regionen mit dort regionalen Rohstoffen hergestellt werden, werden sie auch in anderen Gegenden Österreichs als regional verkauft. Das ist z. B. bei in Wien verkaufter Kitzbüheler Milch missverständlich.
  • Rainforest Alliance

    ABSOLUT NICHT VERTRAUENSWÜRDIG

    Dem grünen Frosch der Rainforest Alliance kann man aus KonsumentInnensicht nicht vertrauen. In wenigen Monaten wird UTZ Certified in der Rainforest Alliance aufgehen. Es bleibt abzuwarten, welche Effekte dieser Zusammengang haben wird – große Hoffnungen darauf, dass der Standard strenger wird, sollte man sich allerdings nicht machen.

    Dem grünen Frosch der Rainforest Alliance kann man aus KonsumentInnensicht nicht vertrauen. In wenigen Monaten wird UTZ Certified in der Rainforest Alliance aufgehen. Es bleibt abzuwarten, welche Effekte dieser Zusammengang haben wird – große Hoffnungen darauf, dass der Standard strenger wird, sollte man sich allerdings nicht machen.

    NEGATIV

    • Die Standards werden mehreren Berichten zufolge nicht ausreichend vor Ort überprüft.*
    • Es gibt keine Mindestabnahmemengen oder vom Weltmarkt unabhängige Fixpreise. Das erschwert den BäuerInnen eine nachhaltig stabile Entwicklung und trägt daher nicht zur Verbesserung ihrer Situation bei.
    • Es gibt eine Liste verbotener Pestizide, viele gefährliche Stoffe stehen jedoch nicht darauf (z. B. Glyphosat, Fipronil, ...).
    • Es gibt kein Verbot der Ausbringung von Pestiziden durch Flugzeuge.
    • Ein zertifiziertes Produkt muss 90 % zertifizierten Produktanteil haben. Dazu gibt es jedoch eine Ausnahme im Kleingedruckten: Wird es neben dem RA-Logo vermerkt, reichen bereits 30 % zertifizierter Anteil im fertigen Produkt.
    • Gentechnikfreier Anbau ist kein Kriterium.

    ACHTUNG: Die Rainforest Alliance kündigte an, im Frühjahr 2019 einen neuen, gemeinsamen Standard mit UTZ Certified zu präsentieren – Greenpeace wird diesen genau analysieren, hat jedoch keine hohen Erwartungen.

    *OXFAM Deutschland (2016): Süße Früchte, bittere Wahrheit, URL: https://www.oxfam.de/system/files/20150530-oxfam-suesse-fruechte-bittere-wahrheit.pdf

  • RSPO

    ABSOLUT NICHT VERTRAUENSWÜRDIG

    Die Kriterien des RSPO sind viel zu schwach, um die Regenwälder zu schützen und werden zudem oft nicht eingehalten. Trotz RSPO-Zertifizierung kommt es zur Zerstörung von Wäldern und Verletzung von Menschenrechten. Eine RSPO-Kennzeichnung von Produkten ist Etikettenschwindel. KonsumentInnen können ihr somit nicht vertrauen, da die Kriterien kein vertretbares Palmöl garantieren können.

    Der Runde Tisch für nachhaltiges Palmöl wurde 2004 gegründet. Es handelt sich um eine freiwillige Vereinigung aus Palmölproduzenten, Händlern, Konsumgüterherstellern, Banken und einigen NGOs.

    NEGATIV

    • Unternehmen müssen nur sehr schwache Mindeststandards einhalten.
    • Die Abholzung von Regenwäldern, die nicht als Primärwälder definiert werden, ist nicht verboten.
    • Der RSPO setzt keine Grenzen für Treibhausgasemissionen, welche mit der Entwicklung von Palmölplantagen einhergehen.
    • Die Trockenlegung von Torfmooren ist nicht verboten, dadurch breiten sich Feuer rasch aus.
    • In Ausnahmefällen dürfen hochgiftige Pestizide auf RSPO-Plantagen eingesetzt werden.
    • Menschenrechtsverletzungen wie Kinder- und Zwangsarbeit werden geduldet.

  • Tierschutz-kontrolliert

    VERTRAUENSWÜRDIG

    Aus Tierschutzperspektive können KonsumentInnen dem Tierschutz-kontrolliert-Zeichen vertrauen und sollten dabei vor allem auf den Gold-Standard achten.

    Tierschutz-kontrolliert wurde von der Tierschutzorganisation Vier Pfoten ins Leben gerufen. Es umfasst Kriterien für Haltung, Transport und Schlachtung der Tiere. Es wird in zwei Kategorien angeboten: Silber und Gold.

    POSITIV

    Wesentliche Verbesserungen in der Haltung von Nutztieren im Vergleich zum österreichischen Tierschutzgesetz:

    • Mehr Platz im Stall, Beschäftigungsmaterial und regelmäßiger Auslauf
    • Ausreichend Tageslicht
    • Verbot von Anbindehaltung bei Milchkühen und der betäubungslosen Ferkelkastration
    • Maximal erlaubte Transportzeit von vier Stunden
    • Keine prophylaktische Antibiotikagabe bei Mastrindern
    • Strenge Vorgaben bei Betäubung und Schlachtung

    NEGATIV

    • Durch das zweistufige Gütezeichen kann Verwirrung entstehen. Beide Zeichen setzen keine biologische Landwirtschaft voraus.
  • Tierwohl kontrolliert

    VERTRAUENSWÜRDIG

    Die beiden Gütezeichen für biologische Tierhaltung sind aus Sicht von Greenpeace sehr vertrauenswürdig, die für konventionelle Haltung bedingt ebenfalls. Durch die Verwechselbarkeit der Zeichen untereinander sind die Gütezeichen jedoch erst bei genauem Hinsehen zu empfehlen.

    Das Tierwohl kontrolliert-Label wird vom Verein “Gesellschaft !Zukunft Tierwohl!“ vergeben. Es gibt vier unterschiedliche Gütezeichen mit verschiedenen Standards:

    • „Tierwohl verbessert“: Verbesserungen der Standards in einem Teil der Produktionskette konventioneller Tierprodukte
    • „Tierwohl gut“: Verbesserungen der wichtigsten Standards in der gesamten Produktionskette konventioneller Tierprodukte
    • „Tierwohl kontrolliert 2 Hakerl“: Verbesserungen im Tierhaltungs-Standard des biologischen Landbaus
    • „Tierwohl kontrolliert 3 Hakerl“: Artgerechte Haltung, Fütterung und Züchtung

    POSITIV

    • Für das Zeichen mit 3 Hakerl (Bio) muss der Grünauslauf für Legehennen so strukturiert sein, dass er von ihnen gerne angenommen und benützt wird.
    • Ausschließlich gentechnikfreie Futtermittel
    • Tierwohlverbesserungen gehen (v. a. bei den Gütezeichen für biologische Haltung) über die Bio-Richtlinie hinaus (z. B. wiederkäuergerechte Fütterung, Weidehaltung und Ausschluss von qualgezüchteten Rassen).

    NEGATIV

    • Die vier verschiedenen Zeichen sind nicht sofort selbsterklärend und teilweise leicht verwechselbar.
  • UTZ Certified

    WENIG VERTRAUENSWÜRDIG

    UTZ Certified mag aus einer ambitionierten Idee hervorgegangen sein, ist jedoch in vielen Bereichen zu schwammig, um echte Nachhaltigkeit in Ländern des globalen Südens zu erzeugen. Stärken hat es im Sozialbereich. Dennoch: Zertifikate, die schon bei Einreichen eines Aktionsplans vergeben werden, sind für Greenpeace nicht glaubhaft und können für KonsumentInnen nicht als vertrauenswürdig eingestuft werden.

    UTZ gibt es seit 2002 als Zeichen für Kaffee. Seit 2007 nennt sich das Unternehmen UTZ Certified, da neben Kaffee auch weitere Produkte aus dem globalen Süden* (Tee, Kakao, Nüsse) zertifiziert werden. 2019 wird UTZ Certified mit der Rainforest Alliance fusionieren und die Siegelanforderungen vereinfachen. Die neue Organisation wird unter dem Namen Rainforest Alliance weiterarbeiten, der Name UTZ Certified wird verschwinden.

    POSITIV

    • Die Überprüfung der Standards passiert extern und unabhängig, das Indikatorensystem dafür ist klar definiert.
    • Im Sozialbereich gibt es einige Vorteile.
    • 2016 wurden die Standards leicht verschärft.

    NEGATIV

    • Kein klares Verbot von Regenwaldrodung.
    • Es wird bereits ohne Erfüllung aller Kriterien zertifiziert.
    • Es gibt Produkte, die nur 60 % zertifizierten Produktanteil enthalten müssen, um das UTZ Certified-Zeichen zu tragen.
    • Es gibt keine festgelegten Mindestpreise.
    • Es gibt zwar eine Liste gefährlicher Chemikalien, für die ein Ausstiegsplan verlangt wird, einige gefährliche Pestizide sind jedoch nicht verboten.

    *Globaler Süden wird die Ländergruppe der Entwicklungs- und Schwellenländer genannt.

  • V-Label

    VERTRAUENSWÜRDIG

    Das V-Label gibt KonsumentInnen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, Information und Orientierung. Es hat klare, transparente Kriterien und regelmäßige externe Audits. Daher ist es aus Sicht von Greenpeace vertrauenswürdig.

    Das V-Label für vegetarische und vegane Produkte wird weltweit von vegetarischen und veganen Organisationen vergeben. In Österreich wird es von der Veganen Gesellschaft Österreichs (VGÖ) vergeben.

    POSITIV

    • Das V-Label gibt es sowohl für vegane als auch für vegetarische Produkte. Da viele Produkte versteckte tierische Bestandteile enthalten, bietet das V-Label schnelle Orientierung.
    • Keine gentechnisch veränderten Bestandteile
    • Keine Tierversuche
    • Externe Audits der Produktionen mind. einmal pro Jahr. In Zweifelsfällen kann dies bis hin zu Laboruntersuchungen gehen.

    NEGATIV

    • Die Zeichen für vegetarische und vegane Produkte können verwechselt werden.
  • Wiesenmilch

    SEHR VERTRAUENSWÜRDIG

    Das Bio Austria-Siegel für Wiesenmilch stellt einen hohen, erheblich über EU-Bio hinausgehenden Standard dar und ist aus Sicht von Greenpeace sehr vertrauenswürdig.

    Das Wiesenmilch-Logo wird immer zusätzlich zum Bio Austria-Zeichen verwendet. Alle Produkte werden von der Kärntnermilch-Molkerei hergestellt.

    POSITIV

    • Die Milch wird anhand eines Punktesystems bewertet: Es fließen die täglichen Weidestunden, für die Fütterung im Sommer der Grünfutteranteil an der Ration und im Winter der Wiesenfutteranteil ein. Dazu werden Punkte für einen möglichst geringen Kraftfutteranteil vergeben. Zudem wird die artgerechte Haltung im Stall, die Lebensdauer der Kühe und der Anteil von extensivem Grasland in der Punkteverteilung berücksichtigt.
    • Insgesamt garantiert dieses Siegel Weidegang, besonderen Tierschutz sowie hohe Ressourceneffizienz bei gleichzeitiger Berücksichtigung der Vielfalt von Biohöfen durch eine Stärken- und Schwächenanalyse.